Bodenfliesen

Die Qualität Ihres Badausbaus hängt entscheidend von der professionellen „Arbeit am Boden“ ab.

Bodenfliesen verlegen

Fliesen aus unterschiedlichen Pakete weisen immer, wenn auch minimale, Farbunterschiede auf. Mischen Sie daher entsprechende Mengen aus unterschiedlichen Paketen bevor Sie mit dem Fliesen beginnen.

Unebenheiten ausgleichen

Für eine erfolgreiche Verlegearbeit ist ein tragfähiger ebener Untergrund erforderlich. Unebenheiten müssen entsprechend ausgeglichen und verspachtelt werden.

Fließenkleber auftragen

Tragen Sie so viel Fliesenkleber auf, wie Sie zügig verarbeiten können. Der Kleber wird dann mit der Zahntraufel durchgekämmt, um einen gleichmäßigen Kleberauftrag zu erhalten.
Grundsätzlich sollte bei großen und dicken Fliesen eine grobe Zahnung (6-8 mm) und bei kleineren, dünneren Fliesen eine feine Zahnung (3-4 mm) verwendet werden.

Verlegen der Fliesen

Die Fliesen werden nun entsprechend dem Verlegeschema in das Kleberbett eingedrückt. Mit dem Gummihammer leicht festklopfen. Die Fliesen dürfen dabei nicht direkt auf dem Boden aufliegen.
Der Fugenabstand richtet sich nach der Größe der Fliesen. (Feinkeramische Fliesen bis 150 mm etwa 2 mm, über 150 mm Kantenlänge 2-8 mm. Bei Grob keramischen Spaltplatten beträgt die Fugenbreite 10 mm).

Sockelleisten

Zum Anbringen von Sockelleisten Fliesenkeile unterlegen. Den Kleber vor dem Aushärten aus den Fugen herauskratzen.

Bodenfliesen verfugen

Der Bodenbelag kann 2-3 Tage nach dem Verlegen ausgefugt werden.

Fugenmörtel verteilen

Den Fugenmörtel nach Packungsangabe anmischen. Für Böden kann er etwas dünnflüssiger sein als bei Wandfliesen.
Fugenmasse auf dem Belag ausgießen und mit einem Gummischieber gleichmäßig verteilen. Den Mörtel immer diagonal zum Fugenverlauf verteilen und die Fugen dicht füllen.
Nach kurzer Zeit kann das ausgestreute Fugenmaterial mit dem Gummischieber zusammengeschoben werden.

Vorreinigung

Nach dieser ersten Vorreinigung des Fliesenbelages wird mit einem Schwamm oder Schwammbrett die Fläche feucht nachgewischt.

Übergangsfugen

Die Übergangsfugen zwischen Boden- und Sockel fliesen werden mit einer Silikondichtmasse gefüllt. Zum leichteren Arbeiten kann man die Fugen von beiden Seiten mit Kreppklebeband abkleben.
Die Dichtmasse wird nun mit gleichmäßigem Druck aus der Kartusche verteilt. Anschließend mit einer Sprühflasche etwas befeuchten und mit Fugenglätter in gleichmäßiger Geschwindigkeit glattstreichen. Eine Spülmittellösung hilft hier, dass die Fuge schön glatt wird.

Dehnungsfugen bei Raumübergängen

Bauen Sie bei Fliesenbelägen, die in einen anderen Raum über gehen, eine Dehnungsfuge im Bereich des Raumüberganges ein. Bei Dehnungsfugen im Estrich auch an entsprechender Stelle im Fliesenbelag eine Dehnungsfuge einbauen. Die Dehnungsfugen werden mit elastischem Silikon ausgefüllt.

Richtiges Ausmessen

Rechtwinkligkeit prüfen

Vor Beginn der Verlegung sollte die Verlegerichtung und die Rechtwinkligkeit des Raumes überprüft werden.
Einen rechten Winkel stellen Sie durch Abtragen der drei Maße 60/80/100 cm her.

Verlegen bis zum Mittelpunkt

Die erste Reihe kann nun bis zum Mittelpunkt verlegt werden. Die Länge dieser Reihe nun zu den Seiten hin abtragen.

Seitliche Fliesenreihe vervollständigen

Die seitliche Fliesenreihe nun vervollständigen. Von hier aus können nun alle weiteren Fliesenreihen einfach verlegt werden.

Richitges Anzeichnen von Endstücke

Die Länge der Endstücke ermitteln Sie am einfachsten so:

Gerade Endstücke

Legen Sie die Fliese, die abzutrennen ist, deckungsgleich auf eine Fliese der letzten Reihe. Eine weitere Fliese nun gemäß Zeichnung an der Wand anschlagen und das verbleibende Maß auf der Fliese anzeichnen. Berücksichtigen Sie auch hierbei die Fugen. Auch hier ist das Übertragen der erforderlichen Maße einfacher als ein entsprechendes Abmessen.

Schräge Endstücke

Auch schräge Endstücke sind kein Problem. Die beiden erforderlichen Maße werden einfach übertragen und die Fliese kann dann problemlos geschnitten werden.